ABO+2019-01-23 15:53

Das Putzen in der Altstadt hat Grenzen

Bülach

Die Politik engagiert sich zu wenig für die Aufwertung der Bülacher Altstadt, findet Gemeinderat Andres Bührer (BSB) und hat eine Interpellation eingereicht. Mit der Antwort des Stadtrats ist er nur halbwegs zufrieden.

Die Bülacher Altstadt bietet eine wunderschöne Kulisse für Feste. Doch wo gefeiert wird, entstehen Abfall und Schmutz.

Die Bülacher Altstadt bietet eine wunderschöne Kulisse für Feste. Doch wo gefeiert wird, entstehen Abfall und Schmutz.

(Bild: Leo Wyden)

  • Daniela Schenker

Die Bülacher Altstadt hat viel Potenzial, eine schöne Begegnungszone zu werden. Davon ist Gemeinderat Andres Bührer überzeugt: «Derzeit ruinieren Abgaben und Vorschriften jedoch einen grossen Teil dieses Potenzials.» Eine Aufwertung wäre bedeutend einfacher, wenn der Stadtrat den Bedürfnissen der Eigentümer und des Gewerbes mehr Bedeutung beimessen würde, findet Bührer. «Mit meiner Interpellation ‹Schöne Begegnungszone› wollte ich die Thematik in den politischen Fokus rücken», begründet er seinen Vorstoss im Parlament. Diesen hat der Stadtrat nun beantwortet. In Bezug auf die Sauberkeit der Altstadt hält er fest, dass die öffentlichen Abfalleimer dreimal pro Woche geleert werden, die Wischmaschine jeden Freitag im Einsatz ist und zweimal pro Woche von Hand «gefötzelt» wird. «Der Stadtrat ist der Ansicht, dass sich die Altstadt insgesamt in einem guten und sauberen Zustand präsentiert», heisst es. Der Aufwand dafür sei hoch. So sei beispielsweise nach dem Weihnachtsmarkt auf Hinweise aus dem Gewerbe ein Abschnitt der Marktgasse durch eine Spezialfirma für 3300 Franken gereinigt worden.

Zürcher Unterländer